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Begriff · Wohnform unter 25 m²

Mikrowohnung

Eine Mikrowohnung ist eine kompakte Wohneinheit mit einer Wohnfläche von typischerweise 15 bis 25 Quadratmetern. Sie kombiniert Schlafen, Wohnen und Kochen in einem einzigen Raum, wobei Bad und Küche oft minimiert sind. Mikrowohnungen entstehen vor allem in Großstädten als Antwort auf knappen Wohnraum und werden häufig möbliert vermietet.

Lina HoferRedaktion · Innenarchitektin · 34 m² Berlin-Neukölln
18-Quadratmeter-Mikrowohnung mit kombiniertem Wohn- und Schlafbereich

Der Begriff Mikrowohnung (englisch micro apartment, tiny apartment, in den USA auch SRO — single room occupancy) bezeichnet Wohneinheiten unterhalb von 25 Quadratmetern. In Deutschland gibt es keine gesetzliche Untergrenze; die Bauordnung schreibt lediglich eine Mindestfläche von 9 m² für ein bewohnbares Zimmer vor.

Statistiken des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) zählen Wohnungen unter 30 m² zur „Mikro-Wohneinheit". Im Mietmarkt deutscher Metropolen gilt der Begriff meist für 1-Raum-Wohnungen mit eigener Sanitäreinheit zwischen 16 und 25 m². Wohnungen unter 15 m² werden in der Regel als WG-Zimmer oder Studentenzimmer bezeichnet.

Mikrowohnungen weisen folgende konstruktive Merkmale auf:

  • Wohnfläche 15-25 m²: Üblicherweise ein Hauptraum plus separates Bad.
  • Funktions-Mix in einem Raum: Schlafen, Wohnen, Essen und Arbeiten finden im selben Bereich statt.
  • Kompakt-Küche oder Pantry: Häufig nur 1,2-2 Meter Küchenzeile mit Mini-Backofen oder Zwei-Platten-Herd.
  • Bad unter 4 m²: Dusche statt Wanne, oft ohne Fenster.
  • Möblierte Vermietung: Viele Mikrowohnungen werden bereits eingerichtet vermietet, oft an Pendler:innen oder Studierende.
  • Hoher Quadratmeter-Mietpreis: 30-60 % über dem Stadtdurchschnitt pro m².

Konstruktionstechnisch nutzen Mikrowohnungen häufig Multifunktionsmöbel und Wandeinbauten, um die geringe Fläche effizient nutzbar zu machen.

Mikrowohnungen werden in deutschen Städten typischerweise von folgenden Zielgruppen bewohnt:

  • Studierende: Erste eigene Wohnung in der Studienstadt, oft ab 18 m² mit eigener Küche.
  • Pendler:innen: Zweitwohnsitz für die Arbeitswoche, möbliert vermietet.
  • Berufseinsteiger:innen: Erste eigene Wohnung in der Großstadt mit 22-28 m².
  • Senior:innen nach Eigentumsverkauf: Bewusste Verkleinerung auf 25-30 m² mit Service-Anbindung.
  • Zwischenmieter:innen: Möblierte Mikrowohnungen für mehrwöchige Aufenthalte.

Eine ausführliche Reportage über das Leben auf 18 Quadratmetern findest du im Magazin unter 18 qm — eine Reportage. Praktische Einrichtungs-Tipps für Wohnungen dieser Größe stehen im 1-Zimmer-Wohnung-Ratgeber.

Diese Begriffe stehen in engem Zusammenhang mit Mikrowohnung:

Alle Begriffe im Glossar

Acht zentrale Begriffe rund um Wohnen auf wenig Quadratmetern — verlinkt und definiert.