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Start/Begriffe/Raumteiler
Begriff · Zonierung in einem Raum

Raumteiler

Ein Raumteiler ist ein Möbelstück oder Bauelement, das innerhalb eines Raums optisch, akustisch oder funktional Bereiche voneinander trennt, ohne sie baulich zu separieren. Übliche Bauformen sind offene Regale, Schiebevorhänge, Paravents und großformatige Pflanzen. Raumteiler werden vor allem in 1-Zimmer-Wohnungen und Loft-Grundrissen eingesetzt, um Schlaf-, Wohn- und Arbeitsbereich voneinander abzugrenzen.

Lina HoferRedaktion · Innenarchitektin · 34 m² Berlin-Neukölln
Offenes Regal als Raumteiler zwischen Wohn- und Schlafbereich

Der Begriff Raumteiler beschreibt jede Form der Binnen-Zonierung eines Raums. Im Gegensatz zur baulichen Trennwand bleibt der Raum als Einheit bestehen — Licht, Luft und teilweise auch Sicht durchqueren den Raumteiler. Im englischsprachigen Raum spricht man von room divider; im französischen von cloison amovible.

Abzugrenzen ist der Raumteiler von der festen Trennwand (baulich, statisch tragend oder leichte Innenwand) und vom Möbelarrangement zur Zonierung (Möbel werden so gestellt, dass eine Zonierung entsteht, ohne dass das Möbel als Raumteiler gebaut ist). Raumteiler im engeren Sinn sind speziell zur Zonierung gedachte Bauelemente.

Raumteiler unterscheiden sich nach Material, Transparenz und Beweglichkeit:

  • Offenes Regal: Beidseitig zugängliches Regal mit offenen Fächern. Höhe: 150-220 cm. Bietet zusätzlichen Stauraum, lässt Licht durch.
  • Geschlossenes Regal oder Schrank: Maximale Sichtbarriere, dafür dunkler. Eignet sich, wenn ein Bereich vollständig abgeschirmt werden soll.
  • Schiebevorhang: Stoffbahn an Deckenschiene. Flexibel verschiebbar, sehr platzsparend, akustisch dämpfend.
  • Paravent (Faltwand): 3- bis 6-flügelige Klappkonstruktion. Mobil, aber wenig stabil; eher als optische Trennung gedacht.
  • Pflanzen-Wand: Hohe Pflanzen oder Pflanzregal als grüner Raumteiler. Verbessert die Luft, aber begrenzt sichtdicht.
  • Glas-Trennwand: Halbhohe oder volle Glaswand, fest oder mobil. Trennt akustisch, lässt aber Licht durch.

Wichtig bei der Auswahl ist die Beziehung zwischen Höhe und Raumwirkung: Raumteiler unter 1,40 Meter wirken eher wie Möbel, ab 1,80 Meter wirken sie als echte Zonierung. Vollhöhe (Decke bis Boden) erzeugt die stärkste Trennung.

Raumteiler werden vor allem in folgenden Situationen eingesetzt:

  • 1-Zimmer-Wohnung: Trennung von Schlaf- und Wohnbereich durch ein offenes Regal oder einen Schiebevorhang.
  • Loft-Wohnung: Zonierung von großen offenen Flächen in Funktionsbereiche (Kochen, Essen, Wohnen, Schlafen).
  • Wohn-Schlaf-Zimmer mit Arbeitsplatz: Abschirmung des Arbeitsbereichs durch Regal oder Vorhang.
  • Eingangsbereich: Sichtschutz zwischen Wohnungstür und Wohnbereich (oft als halbhoher Schrank).
  • Kinder-Schlafbereich: Abgrenzung des Spiel- vom Schlafbereich in einem gemeinsamen Zimmer.

Im Ratgeber Raumteiler in kleinen Wohnungen gehen wir auf konkrete Modelle und Maße ein. Der Wohn-Schlaf-Zusammenhang ist im Ratgeber Wohnzimmer und Schlafzimmer kombinieren beschrieben.

Diese Begriffe stehen in engem Zusammenhang mit Raumteiler:

Alle Begriffe im Glossar

Acht zentrale Begriffe rund um Wohnen auf wenig Quadratmetern — verlinkt und definiert.